• AMDs neuer Prozessor RyZen konkurriert mit Intel Core i7-6900K

    AMDs neuer High-End-Prozessor "Summit Ridge" mit Zen-Architektur soll unter der Bezeichnung "RyZen" für Desktop-Systeme im ersten Quartal 2017 erscheinen. RyZen soll nach vielen Jahren der Intel-Dominanz endlich wieder konkurrenzfähig sein. Manche sprechen schon vom Intel-Killer, erste Tests und Berichte sind vielversprechend.


    Mehr als tausend Entwickler haben über vier Jahre am RyZen-Prozessor gearbeitet. Entstanden ist ein Prozessor mit acht echten Kernen und 16 Threads, die mit einem Basistakt von mindestens 3,4 GHz laufen. Oben drauf kommt ein Turbo-Modus, der die Taktrate abhängig von Temperatur und Last erhöht.

    In einem ersten AMD-Benchmark mit dem Open-Source Video-Transcoder Handbrake brauchte RyZen zum Transkodieren eines 4K-Filmes 53 Sekunden, ein Core i7-6900K 57 Sekunden. Im 3D-Programm Blender erreichte RyZen (ohne Turbo) in etwa die Performance der Intel-CPU mit Turbo-Modus, verbrauchte dabei 10% weniger Strom. Auch bei Spielen soll der AMD-Prozessor den Rivalen etwas überholen.

    Höhere Recheneffizienz pro Watt durch SenseMI
    AMD meint damit fünf Maßnahmen die perfekt Zusammenspielen.

    1. Pure Power soll fortlaufend die Taktfrequenz, Spannungsversorgung und Temperaturentwicklung in den Cores überwachen. Dabei soll ein konstant hohes Tempo in den jeweils aktiven Recheneinheiten gehalten werden um die Energieaufnahme des Zen-CPU zu reduzieren.
    2. Precision Boost erlaubt die Regulierung der Taktfrequenz in 25-Mhz-Schritten. So soll die Leistung besser an die in Echtzeit benötigte Leistung angepasst werden.
    3. Extented Frequency Range (XFR) erhöht den Spielraum für kurzfristig auftretende Turbo-Übertaktung, wenn die Kerne entsprechend gut gekühlt sind. Entsprechend starke Kühlung, wird mit höheren und längeren Turbo-Taktraten belohnt.
    4. Neural Net Prediction ist eine optimierte Sprungvorhersage, bei der nicht nur Befehlsverzweigungen, sondern auch Abhängigkeiten miteinbezogen werden, um einen schnelleren Rechenweg vorherzusagen.
    5. Smart Prefetch speichert so entstandene wahrscheinliche zukünftige Berechnungen im Prefetch-Puffer.



    Video-Link: http://vcdn.computec.de/ct/2016/12/72241_sd.mp4

    Ein Preis ist bisher nicht bekannt, allerdings lässt sich vermuten das er ähnlich dem vom i7-6800k liegt, also etwa 1100€

    Die Namensgebung passt also genau, RyZEN beinhaltet die Wiederauferstehung (eng: risen) der AMD Prozessoren und den Namen der neuen Prozessorgeneration ZEN.

    Kommentare 1 Kommentar
    1. Benutzerbild von mele1
      mele1 -
      AMD Ryzen: Magazin veröffentlicht Test-Vorschau mit Prototyp - ComputerBase


      Ein erster möglicher Test eines ES (Engeneering Samples) des neuen 8c/16T Ryzen.

      Zu bedenken: (Falls alles so korrekt ist*)
      Es lagen nur ~3,15GHz an (Top-Modell soll mit 3,4GHz starten), Turbo ist nicht eindeutig (3,3-3,4)
      Trotzdem:
      Der AMD macht dem Intel richtig Feuern unterm Hintern!

      Das Finale Produkt wird höhere Taktraten haben, letzte Kinderkrankheiten werden ausgemerzt sein und Treiber/FWs werden dann auf dem neusten Stand sein - Intel bekommt mächtig Konkurrenz!
      Bleibt nur zu hoffen, dass AMD Marktanteile zurückgewinnen kann, um flüssig zu bleiben (bzw zu werden) und weiterhin genug Geld in R&D stecken kann.


      *Gibt guten Grund, die leaks als echt einzustufen.
      Der gleiche Typ hatte vor Jahren Monate vor dem STart bereits ein ES von AMDs Athlon 64 besessen und getestet, was sich dann alles als korrekt herausgestellt hat
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