Googles Webbrowser Chrome
Die zunehmende Vorherrschaft des Suchmaschinenprimus Google in diversen Bereichen des Web, auf dem Anzeigenmarkt und bei Online-Anwendungen löste schon diverse Debatten um den "Kraken Google" aus – und darüber, ob Google das Firmenmotto "Don't be evil" noch zu recht führt; manche Forscher vertraten gar schon die Ansicht, Google müsse zerschlagen werden. Der am gestrigen Dienstag zum Download freigegebene Webbrowser Chrome befeuert nun nicht nur einen neuen Streit, wer denn den besten Webbrowser liefert, sondern auch die Diskussionen um die Pläne und die Machtstellung von Google.
... Die Web-Nutzer wünschten sich eine sehr leichtgewichtige, schnelle Engine, auf deren Basis Anwendungen laufen, erklärte Brin weiter. Die Zahl der Anwendungen, die man in Form eines eigenständigen Programms auf dem Computer laufen lassen will, gehe ständig zurück, so sein Fazit. Brin gestand aber ein, dass noch nicht alle Aufgaben wirklich über den Browser erledigt werden können - er selbst bearbeite Fotos bisher auch lieber mit einem Desktop-Programm als mit Webanwendungen.
Schon in seiner Ankündigung ließ Google seine Ambitionen selbstbewusst durchscheinen. Man wolle nicht einfach nur einen Browser entwickeln, sondern eine moderne Plattform für Webseiten und Anwendungen, hieß es da. Das große Ziel sind also offenbar Computer, auf denen nur noch ein stark reduziertes Betriebssystem - zum Beispiel eine Linux-Variante - als Basis für Chrome und dessen Anwendungen aus dem Web läuft.
- Quelle: winfuture.de
- Quelle: heise online