Provider helfen RIAA gegen Raubkopierer
Der Verband der US-amerikanischen Musikindustrie RIAA hat seinen Strategiewechsel im Kampf gegen die Verbreitung illegaler Kopien im Internet bekannt gegeben: Zukünftig wolle man auf Massenklagen verzichten und stattdessen enger mit den Internet-Providern zusammenarbeiten. Raubkopierer sollten zukünftig nach einem abgestuften Plan zunächst abgemahnt werden. Im zweiten Schritt sollte ihre Bandbreite gedrosselt und schließlich ihr Internetzugang komplett gesperrt werden.
Inzwischen sind zahlreiche Berichte aufgetaucht, nach denen die RIAA zu den Providern bereits Kontakt aufgenommen hat und einige den Musikverband bereits tatkräftig unterstützen. Derweil versuchen Unternehmenssprecher der Provider, die Zusammenarbeit mit der RIAA herunterzuspielen.
Der US-Provider Cox Communications hat mit der Musikindustrie zusammenarbeitet und Warnschreiben der RIAA an Cox-Kunden weiterleite, die nach deren Ansicht Urheberrechte verletzen. Cox arbeitet nach Auskunft eines Sprechers bereits seit Inkraftreten des Digital Millenium Copyright Act DMCA vor zehn Jahren mit der Musikindustrie zusammen und hat seitdem Hunderttausende von Warnungen an seine Kunden verschickt.
Ins gleiche Horn stieß ein Sprecher des US-Providers AT&T, nach dem der Konzern in Warn-Mails harte Konsequenzen gegenüber seinen Kunden androhe, die über ihren Anschluss urheberrechtlich geschützte Musik illegal verbreitet hätten. AT&T erklärte auf dem Leadership Music Digital Summit, dass man nicht mit der RIAA zusammenarbeite. Man teste lediglich, zukünftig Warnungen gegenüber Urheberrechtsverletzungen an betroffene Kunden weiterzuleiten. Es werde seitens AT&T aber keinerlei drosselung der Internetverbindung geben, wenn Kunden die Warnungen ignorieren.
Es läst sich vermuten das auf lang oder kurz die Musiklobby auch in Europa und Deutschland ähnliches durchsetzt. Der erste Schritt ist es, ein Gesetz zur sperrung von Kinderporno-Seiten zu errechein. Viele Experten wissen das diese Sperre nutzlos ist und hier eindeutig die gesetzliche Grundlage gelegt werden soll um andere Seiten zu sperren, zum Beispiel solche die Urheberrechte verletzen. Das könnten ganze Filehoster sowie Bittorrent (P2P) Seiten treffen.